Dienstag, 2. Mai 2017

Magisch lecker – Regenbogenkäsekuchen mit Einhörnern

Von unserem magischen Regenbogen-Einhorn-Geburtstag hatte ich in meinem letzten Blogpost ja bereits berichtet. Hier kommt nun noch ein kleiner Nachtrag mit dem Rezept des kunterbunten Regenbogenkäsekuchens mit Wölkchen, Sternchen und Einhörnern.

Rainbow Cake Unicorn birthday

Nach dem Motto "Gut geplant ist halb gewonnen" habe ich eine Woche vor dem Kindergeburtstag der Mädels in meinen Weihnachtskeksrezepten gewühlt und den klassischen Teig für Ausstechplätzchen herausgesucht. Für den Kuchen brauchte ich letztendlich acht Kekse, aber weil es sich dafür kaum lohnt, den Teig zu machen, sind es ein paar mehr geworden. (Ein Einhornkeks zwischendurch geht doch immer...)

Keksausstecher

Mit ein bisschen Zuckerguss, Sternchen und Regenbogen-Haribo gepimpt, hatte ich würdige Regenbogen-Einhörner, die um den Kuchen herumtrippeln sollten. In einer Keksdose halten sich die Kekse problemlos einige Wochen.


Für den Regenbogen-Käsekuchen habe ich ein super leckeres und einfaches Rezept bei Kochrezepte.de gefunden. Die meisten Käsekuchen-Rezepte sind mit Vanillepuddingpulver oder mit Gelatine gemacht, aber dieses hier kommt ganz ohne solche Helferchen aus. Sehr zu empfehlen!

Unicorn rainbow birthday party

Zutaten:

1 Packung Vollkornkekse (z.B. Hobbits)
150 g Butter
500 g Quark
400 g Frischkäse Doppelrahmstufe
4 Eier
250 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
200 g Sahne
2 EL Mehl
6 verschiedene Lebensmittelfarben (z.B. von Wilton)

unicorn rainbow birthday party

Zubereitung:

Die Kekse fein zerkleinern, die Butter schmelzen und mit den Kekskrümeln vermengen. Den Boden einer 26er Springform mit Backpapier auslegen, Keks-Butter-Mischung als Kuchenboden hineingeben, andrücken und in den Kühlschrank stellen. 

Den Ofen auf 175 °C vorheizen.

Für die Käsemasse, zunächst Quark, Frischkäse und Zucker glattrühren. Anschließend Eier, Vanillezucker und Mehl unterrühren, bis die Masse schön cremig ist. Dann die Sahne hinzugeben und alles zusammen auf höchster Stufe ca 3 min rühren.
 
Die Masse zu gleichen Teilen auf sechs Schälchen verteilen. (Man kann auch die Portion für die erste Farbe, Lila, etwas größer machen und dafür die Portion für die letzte Farbe, Rot, etwas kleiner.) In jedes Schälchen eine Messerspitze der Wilton Gelfarbe geben und gut verrühren, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Die Farben von Wilton kann ich nur empfehlen, weil sie extrem kräftig sind und schon eine kleine Mengen intensiv färbt. 


Zuerst wird nun die lilafarbene Käsekuchenmasse in die Mitte der Springform gegossen. Der Boden ist anschließend annähernd bedeckt. (Wie gesagt, kann man auch ruhig etwas mehr Käsemasse für das Lila nehmen, weil so später mehr davon am Rand zu sehen ist.)


Als nächstes die blaue Farbe ebenfalls genau in die Mitte der Springform gießen. Die neue Masse verdrängt so die vorherige Farbe gleichmäßig und kreisrund. Die Farben grün, gelb, orange und rot jeweils genauso nacheinander mittig in die Form gießen.






Den flüssigen Regenbogenkuchen vorsichtig in den Backofen stellen und auf der mittleren Ebene ca. 60 Minuten lang backen. Etwa nach der Hälfte der Backzeit, wenn die Decke des Kuchens fest wird, mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht schwarz wird. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und an einem warmen Ort in der Form auskühlen lassen. (Wenn er zu schnell abkühlt, fällt er zu schnell in sich zusammen und bekommt Risse.)


Wenn der Kuchen abgekühlt ist, kann man ihn beliebig entweder vollflächig oder wie ich partiell mit Sahnewölkchen dekorieren. Ich habe die Sahne um den äußeren Rand herum drappiert und ein Wölkchen in der roten Mitte des Kuchens platziert. Auf der Sahne habe ich bunte Zuckersternchen verteilt und dann die acht Einhornkekse rund herum an den Kuchen gelehnt. Wenn man sie ein bisschen in die Sahne drückt, halten sie prima. Einen kleinen Einhorn-Pin von Meri Meri und meine obligatorische Kuchenwimpelkette, die ich jedes Jahr wieder benutze, hineingesteckt, und fertig ist der Einhorn-Regenbogen-Käsekuchen! Sieht nicht nur mega aus, sondern schmeckt auch himmlisch lecker!




Kuchenstück im Querschnitt mit Regenbogenfarben
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Samstag, 18. Februar 2017

It's magic – ein Regenbogen-Einhorn-Geburtstag

Das Motto zum sechsten Kindergeburtstag lag dieses Jahr voll im Trend: einen Einhorn-Regenbogengeburtstag hatten sich meine Mäuse gewünscht! Juhuu! Nach einem Piraten- und einem Monstergeburtstag, habe ich mich tatsächlich ein bisschen auf Rosa, bunte Regenbögen und magische Einhörner gefreut. Dank Pinterest findet man zu dem Thema ja auch genug Ideen für eine ganze Einhorn-Mottowoche :-) 


Es kam natürlich auch so wie es kommen musste und bei der Geburtstagsfeier lief mir am Ende die Zeit weg für alles, was ich so geplant hatte. Da kann man fast von Glück reden, dass uns das Wetter mit kräftigem Schneeregen einen Streich gespielt hat und die geplante Einhorn-Suche im Stadtwald ausfallen musste. ;-)

Hier will ich euch ein paar Eindrücke der wunderbaren Einhorn-Party zeigen. Ein paar Wochen vor dem Geburtstag haben meine Mäuse und ich zusammen die rosafarbenen Einladungskarten gebastelt. Das Ankleben der Fäden für Einhorn-Mähne und Schweif war zwar etwas lästig, weil sie lieber an den Fingern als am Einhorn kleben wollten, aber das Aufkleben der silbernen Sterne hat den Mäusen dafür umso mehr Spaß gemacht. Sie fanden ihre Einladungen am Ende so schön, dass sie sie am liebsten selbst behalten hätten :-)


Als der große Tag endlich da war, haben wir die Wohnung erst einmal mottogerecht mit vielen Wolken und Regenbögen geschmückt...


...und den Tisch mit Einhörnern, rosa Tellern, Einhornservietten und bunten Strohhalmen gedeckt. Auf jedem Teller lag ein süßer Einhorn-Keks. (Für den Regenbogen-Einhorn-Kuchen hatte ich Einhorn-Kekse ausgestochen und verziert und noch ein paar mehr gemacht, als nötig waren.)


Die erste Überraschung für die Kinder war der bunte Einhorn-Regenbogen-Käsekuchen auf dem Geburtstagstisch. Acht Einhörner mit bunten Regenbogenmähnen tanzen um den Regenbogenkuchen mit weißen Wölkchen und bunten Glitzersternchen. Ein Mädchentraum! Die Kinder waren auch wirklich total begeistert! Wie ich den Kuchen gemacht habe, könnt ihr demnächst auch auf dem Blog nachlesen. Ich finde, dass er echt süß geworden ist und dabei ist er eigentlich ziemlich leicht und schnell zu machen. (Vielleicht mal abgesehen davon, dass ich noch Kekse dazu gebacken habe.)





Für alle, die keinen Käsekuchen mögen, habe ich sicherheitshalber noch ein paar – richtig Regenbogenmuffins gemacht. Verschiedenfarbige Teigportionen und ein Topping aus Zuckerwölkchen mit Regenbogen, dazu die niedlichen Einhorn-Pins von MeriMeri – allerliebst!



Nach dem Regenbogenkuchen-Schmaus habe ich die große Bastelkiste herausgeholt – mit viel Glitzerpappe, Sternchen-Aufklebern, Filz und bunten Putzlappen. Schritt eins: Die Heißklebepistole einstöpseln und viel Munition bereit legen. :-) Alle Mädels haben sich ein rosa Horn gebastelt (und ich habe im Akkord heißgeklebt), mit vielen Sternchen-Stickern beklebt und Glitzerband unten herum geklebt. Mein Mann und meine beste Freundin haben Hutgummi an die Hörner getackert was das Zeug hält. Und schon liefen acht kleine Einhörner um uns herum.

Schritt zwei: Mit dem Horn auf dem Kopf ging das nächste Projekt gleich viel leichter von der Hand. Die Stecken-Einhörner. Im Vorfeld hatte ich schon acht Poolnudeln gekauft und mit regenbogenfarbenem Gurtband Halfter und Zügel für die Einhörner gebastelt. Erst dachte ich, dass ich das Gurtband irgendwie kompliziert zusammennähen muss, damit es stabil ist oder zumindest Klettbänder oder Druckknöpfe anbringen muss. Dann hat die nette Dame aus demHandarbeitsladen mich auf die geniale Idee gebracht, die Gurtbänder mit diesen Verschlüssen für Briefumschläge zusammen zu bringen. Das war die allerbeste Idee überhaupt. So einfach und total stabil! Die Ohren für die Einhörner hatte ich aus Moosgummi vorbereitet. Dann ging es los: Glitzereinhörner kleben (Stichwort Heißklebepistole), Ohren tackern, Filzaugen mit Pupillen versehen und bunte Putzlappen von zwei Seiten in schmalen Streifen einschneiden für die Mähne. Dann alles mit doppelseitigem Klebeband angleben und nur das Horn mit ordentlich Heißkleber auf die Poolnudel kleben. Fertig ist das Stecken-Einhorn. Die Kinder waren total verrückt nach ihren Einhörnern und sind von da an alle wie wild durch unsere Wohnung geritten. Auch Stopptanz mit Einhörnern geht super!


Eigentlich sollte dann noch eine Schatzsuche im Stadtwald stattfinden, aber das Wetter hatte uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. War aber nicht so schlimm, weil die Zeit ohnehin knapp war und wir auch Indoor eine kleine Rätselaufgabe mit den Mädels machen konnten. Der Preis: Eine Einhorn-Piñata. Als ich die für kleines Geld beim Discounter gesehen hatte, konnte ich einfach nicht an ihr vorbei gehen. Gefüllt mit leckeren Süßigkeiten und einem Sternchenarmband für jedes Mädchen, hat sie für viel Freude gesorgt.


Zum Abendessen gab es dann ganz mottogerecht bunte Regenbogen-Nudeln mit Tomatensoße. Kamen super an und wurden ratzeputz aufgefuttert. Da wir ja zeitlich ein bisschen überzogen hatten, haben wir mit den abholenden Eltern noch ein gemütliches Bierchen getrunken, als die Mädels noch gegessen haben. Am Ende haben die kleinen Geburtstagsgäste eine Regenbogen-Einhorn-Mitgebseltüte bekommen und sind glücklich und müde auf ihren Stecken-Einhörnern nach Hause geritten.


Als meine müden und völlig überdrehten Mäuse endlich selig schlummernd im Bett lagen und wir die restlichen Partyspuren beseitigt hatten, habe ich noch den Kopf der Piñata in einer Ecke gefunden. Der Rest vom Fest :-) 


Jetzt freue ich mich erstmal auf ein Jahr Pause und dann auf den 7. Kindergeburtstag im nächsten Jahr. Mal sehen, was für ein Motto es dann sein wird...
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Samstag, 19. November 2016

Herbstcamping in Belgien – Natur pur!

Unser letztes Campingwochenende des Jahres kurz zusammengefasst? Natur pur! Obstbäume, Wiesen, Wilde Kräuter, Sträucher, Blumen, unzählige Hühner, zwei Esel, ein Fluss und viel Wald, dazwischen ein paar Feuerstellen. Feste Stellplätze und Parzellen gibt es nicht, der Wohnwagen darf stehen, wo das Camperherz begehrt. Der Campingplatz Hammerbrücke in Belgien ist eindeutig der ursprünglichste Campingplatz, auf dem wir jemals gecampt haben. (Mit Ausnahme vielleicht von Basic Campgrounds im Australischen Outback ;-) )

Wohnwagen Knaus Passat 1978 Außenküche

Bei der Ankunft dachten wir zunächst, wir wären versehentlich in irgendjemandes Vorgarten gefahren und bekamen schon leichte Panik bei dem Gedanken, dort wieder rückwärts mit dem Wohnwagen raussetzen zu müssen. Zum Glück waren wir aber doch goldrichtig und ein schmaler Weg führte am verwunschen zugewachsenen Wohnhaus des Besitzerehepaares vorbei auf das Campinggelände.

Zugewachsenes Wohnhaus

Im Schritttempo haben wir uns unseren Weg durch die Hühnerfamilien gebahnt, die geschäftig auf dem Platz unterwegs waren. Direkt neben einem kleinen Birnbaum haben wir dann ein lauschiges Plätzchen für unseren Theo gefunden. Der Hahn und seine Hühner haben argwöhnisch beobachtet wie wir, die Familie meines Bruders und drei weitere befreundete Familien unsere Camps aufbauten, während die Kinder schon im Entdecker-Modus unterwegs waren und das Gelände erkundet haben. Nach nicht einmal 10 Minuten war das erste Paar Kinderschuhe (bei drei Kindern) komplett nass, weil man nicht die abenteuerliche Seilbrücke zur Flussquerung genutzt hat, sondern "versehentlich" in den Fluss "hineingefallen" war. (Das passierte mit dem nächsten Paar Schuhe dann etwa eine Stunde später noch einmal...) Eine Seilbahn der Marke "Eigenbau", die am Waldhang zwischen zwei Bäumen gespannt war, begeisterte die lieben Kleinen aber mindestens ebenso wie der Fluss und es fanden viele rasante Abfahrten statt. 


Für den ersten Abend hatten wir bei den Besitzern des Campingplatzes eine Riesenportion Gulasch für alle fünf Familien vorbestellt, was eine wunderbare Entscheidung war. Nicht nur, weil es nach dem Aufbauen recht spät geworden wäre bis wir selbst etwas hätten kochen können, sondern weil das Essen einfach super lecker war und wir total gemütlich an Bierbänken mit karierten Tischtüchern unter einem Pavillon gegessen haben. 

Neben einem Abendessen kann man hier übrigens auch Kindergeburtstage buchen, im Tipi übernachten, Kräuterkurse mitmachen, mit Tonerde arbeiten oder Eselswanderungen machen (dazu später). Auf dem ganzen Gelände verteilt stehen selbstgebaute Feueröfen aus Ton. Weiter hinten auf dem Gelände findet man eine ziemlich urige Hütte, die von einer Gruppe Radfahrer gemietet war und mit dem qualmenden Kamin super gemütlich aussah. 

Alte Holzhütte mit qualmendem Kamin
 
Apropos qualmender Kamin: Eine warme Heizung oder ein warmer Kamin waren an diesem Wochenende unabdinglich. Es war kalt, oft nass und insgesamt einfach richtig herbstliches Wetter. Das Projekt "Heizung im Wohnwagen reparieren" steht seitdem ganz oben auf meiner To-Do-Liste für Theo. Ein elektrisches Heizöfchen macht den Wohnwagen zwar auch warm, aber je nach Stromanschluss, darf er nicht viel Watt haben, da sonst die Sicherungen rausfliegen und die Wärme lässt sich nur schwer regeln und gleichmäßig im Raum verteilen. Naja, der Winter fängt ja gerade erst an und irgendwann sollte ich es in der Zeit wohl mal zum Wohnwagenspezialisten meines Vertrauens schaffen, um unsere Heizung wieder auf Vordermann bringen zu lassen.


Wir haben es uns bei diesem wechselhaften Herbstwetter trotzdem richtig gemütlich gemacht und eigentlich den ganzen Tag am Lagerfeuer gesessen und gekocht. Die Männer haben eine Schubkarre Holz nach der anderen geholt und verfeuert, damit wir es auf unseren Baumstammhockern ums Feuer herum immer kuschelig warm hatten. Auf der Feuerkochstelle unserer Kölner Campingfreunde wurde eine sensationelle Rehkeule geschmort, ein Wildschwein-Pulled-Pork im Topf gemacht und ein köstlicher, dampfender Eintopf gegen kalte Glieder und hungrige Camper-Mägen gekocht.


Darüber hinaus hatte mein Bruder seinen neuen Gasgrill namens Napoleon samt eigens für ihn angefertigter Transportbox (und Tisch) mitgebracht. Die beiden sind nahezu unzertrennlich, sodass eine Reise ohne Napoleon sehr zum Leidwesen meiner Schwägerin nur schwerlich möglich ist. So wurde Napoleon eines morgens liebevoll und regengeschützt unter einem Baum aufgestellt und grillte uns etwa 10 Stunden lang eine große Portion aufwändig marinierte Schweineschulter zu einem butterweichen und super leckeren Pulled Pork. Das Campingwochenende war zwar vom Wetter her durchwachsen, aber kulinarisch war es ganz weit vorne! :-)


Und jetzt noch einmal kurz zu den bereits erwähnten Eseln. Ganz am Ende des Platzes ist das Tiergehege, in dem die beiden Langohren zusammen mit ein paar Ziegen leben. Nach Terminabsprache und ausgiebiger Einführung durften wir eine kleine Wanderung mit den beiden Eseln machen und die Kinder sogar im Wechsel auf ihnen reiten. Warum diese Tiere auch als störrisch bezeichnet werden, ist mir seitdem übrigens klar. Wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht. Punkt. Dann muss man schonmal mit viel Kraft von hinten schieben, damit sich so ein Esel wieder in Bewegung setzt. Das fanden die Kinder natürlich besonders lustig. Haha. 


Wir hätten die Wanderung auch noch zu einem Kuchencafé ausdehnen und die Esel dort zum Einkehren anbinden können, aber da meine Nichte Geburtstag hatte und im Wohnwagen ganz viel Kuchen auf uns wartete, haben wir das Café gerne Café sein lassen und später an den Wohnwagen einen große Kuchensause gemacht. 


Für Kinder ist dieser Campingplatz wirklich der reinste Natur-Abenteuer-Spielplatz. Überall gibt es etwas zu entdecken, der Fluss ist toll zum Spielen, das Seilbahnfahren macht Spaß und der umliegende Wald bietet tausend Möglichkeiten für Abenteuerspiele. Zur Feier des Tages haben mein Mann und mein Bruder eine schöne Schatzsuche für die Kinder vorbereitet, an deren Ende ein großer Süßigkeiten-Schatz stand. 
Wegen des schlechten Wetters haben die Kinder anders als sonst natürlich auch mal im Wohnwagen gespielt und gemalt. Anscheinend haben sie sich aber von ihrem Umfeld inspirieren lassen und sind auf die Idee gekommen, mit Naturmaterialien und Pflanzen zu basteln. Sie haben ganz hübsche Bilder aus Blüten, Moos und Gräsern geklebt. Da war ich ganz begeistert! Schade, dass man so etwas nicht aufheben kann. Aber immerhin - ein Foto hält das Kunstwerk fürs Familienfotobuch fest.


So schön es ja auch immer ist, draußen in der Natur zu sein und mehr oder weniger unter freiem Himmel zu leben, bei Regen und 10 Grad ist es doch schön, dass man auch drinnen im warmen Wohnwagen frühstücken kann. Dazu ein heißer Tee oder Kaffee... So lässt es sich in den Tag starten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass wir vielleicht doch irgendwann mal Wintercamping ausprobieren. Allerdings erst dann, wenn die Heizung wieder läuft.

Knaus Passat 1978 / Wimpelkette

Es hat schon etwas sehr Gemütliches, wenn es draußen nass und kalt ist, man den Regen aufs Dach prasseln hört und sich mit einem Tee, einem Buch und einer Wolldecke in den Wohnwagen kuscheln kann. Ich habe festgestellt, dass Camping unser Leben total entschleunigt. Einfach in den Tag hineinleben und sich nur ums Wesentliche kümmern. Ohne vollausgestattete Küche mit fließendem Wasser, Spülmaschine, Backofen und Mikrowelle braucht man viel mehr Zeit zum Zubereiten von Essen und natürlich auch zum Abwaschen. Nach dem Frühstück ist vor dem Mittagessen und so weiter. Gemeinsam Gemüse fürs Abendessen schnippeln, sich unterhalten und dabei ein Gläschen Wein trinken...

Türutensilo / Utensilo an Klotüre / Knaus Passat 1978

Und, kaum waren wir wieder zu Hause, kam natürlich endlich die Sonne raus! War ja klar... Bei schönstem Wetter habe ich den Wohnwagen ausgeräumt, die Matsche der letzten Tage weggeputzt, die dreckigen Klamotten direkt in die Waschmaschine gestopft und Theo vor allem kräftig gelüftet, um den Geruch des Lagerfeuers wieder loszuwerden. Aber ich vermute, so ein bisschen wird der Duft von Abenteuer immer mit an Bord bleiben. ;-)
Jetzt steht Theo mit hochgeklappten Polstern und Matratzen in seinem Winterquartier und wartet auf den Frühling! Und wir auch!

Wohnwagen Knaus Passat 1978 / Innen / Wimpelkette
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Dienstag, 2. August 2016

Eifelcamping – Wandern und Lagerfeuer

Nach dem Motto: "Besser spät als nie" will ich euch noch von unserem zweiten Mai-Campingwochenende erzählen. Schon schön, dass der Mai so viele Feiertage hat und sich durch ein paar Brückentage gleich mehrere lange Wochenenden ergeben! Unsere zweite Mai-Reise hat uns in die schöne Vulkaneifel geführt, wo wir mit lieben Kindergartenfreunden ein paar tolle Tage verbracht haben!

Wohnwagen, Schirm mit roten Punkten, Wimpelkette

Der Campingplatz Naturcamping Vulkaneifel ist ganz ursprünglich und naturbelassen. Für die Kinder gibt es einen etwas in die Jahre gekommenen kleinen Spielplatz und vor allem ganz viel Platz, Wiesen und Abhänge um sich auszutoben. Die Wohnwagen stehen aufgereiht an terrassenartig angelegten Wegen mit viel Grün, Büschen und Bäumen zwischen den einzelnen Etagen. Der Campingplatz als solcher haut uns nicht total um, ist aber einfach wunderbar gelegen. Allein vom Platz aus kann man zu mehreren tollen Wanderungen starten und in der näheren Umgebung gibt es unzählige: den Eifelsteig, den Lieserpfad und auch zum Moselsteig ist es nicht weit. Der Ort Manderscheid, an dessen Rand der Campingplatz liegt, ist total hübsch und mit seinen beiden Burgruinen auch ein beliebtes Ausflugsziel.

Paprika, Zitrone, Äpfel und Bananen in rotem Sieb aus Emaille

Das Wetter war zwar fürchterlich vorhergesagt, aber für echte Camper gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung ;-) (Obwohl ich sagen muss, dass mich die Matsche auf dem Platz nach mehreren durchregneten Nächten schon auch ein wenig Nerven gekostet hat. Irgendwann ist einfach alles dreckig und feucht...) Aber, wir hatten wirklich großes Glück und zumindest tagsüber herrliches Sonnenwetter. Das haben wir auf unserer ersten Familienwanderung richtig ausgenutzt. Auf der Suche nach einer kindgerechten Wanderung sind wir zur Teufelsschlucht nahe Bitburg aufgebrochen.


Der Weg dorthin war allerdings schon mindestens genauso teuflisch wie die Schlucht an unserem Ziel. Auf der Autobahn ging nämlich plötzlich ein Reifen an unserem Auto kaputt...o Schreck! Im Schneckentempo sind wir noch so gerade nach Bitburg gekommen, wo wir großes Glück im Unglück hatten, weil im dortigen Gewerbegebiet nicht nur eine spezialisierte Reifenwerkstatt war, nein, sie hatte auch noch geöffnet, die richtige Reifensorte da und Zeit für den Reifenwechsel! Puh! Nach einem eineinhalb stündigen Aufenthalt im Gewerbegebiet (mit zwei verständlicherweise sehr ungeduldigen Kindern) konnten wir dann endlich weiterfahren und unsere Wanderung starten.


Die Rundwanderung durch die Teufelsschlucht kann ich nur empfehlen! Gerade für Kinder ist der Weg perfekt, weil er wunderbar abenteuerlich und spektakulär ist. Es geht durch Felsspalten, unter Felsbrocken hindurch, steinerne Treppen hoch oder runter und an Bachläufen vorbei, in denen hervorragend Staudämme gebaut werden können. Wirklich lohnenswert!


Zurück am Campingplatz warteten unsere Freunde schon mit kulinarischen Campinghighlights auf uns. Am offenen Feuer wurde selbstgeschossenes Reh am Spieß zum besten Gyros, das ich je gegessen habe! 


Am nächsten Tag wurden frisch aus dem Teich gefischte Lachsforellen auf Bretter genagelt und zum Räuchern ans Feuer gestellt. Suuuuper lecker!! Und ich war nur für die Beilagen zuständig. :-) Zum Nachtisch haben die Kinder sich dann noch Marshmellows gegrillt.

Marshmellows an Stöcken über dem Feuer

Die nächste Wanderung ging direkt am Campingplatz los und führte uns teils über den Lieserpfad, teils über den Manderscheider Burgensteig auf wunderschönen Wegen, vorbei an der Manderscheider Unter- und der Oberburg, immer mal wieder über den Fluss Lieser hinweg und wieder hinauf über wurzelige Waldwege und blumengesäumte Pfade zu wunderschönen Aussichtspunkten. 

Burgruine im Wald

Unterwegs haben wir eine Spechthöhle mit vielen hungrigen kleinen Piepmatzen entdeckt. Da waren wir alle ganz fasziniert. Das Wichtigste bei einer jeden Wanderung ist aber immer die Rast mit Brot, Käse, Kaminwurzen und Äpfeln, rustikal mit dem Taschenmesser in Stücke geschnitten. So schmeckt's am besten! Die Mädels sind die etwa 6,5 km lange Strecke trotz der ständigen Anstiege ganz toll mitgelaufen! Und auf dem Rückweg haben wir uns zur Belohnung ein dickes, hausgemachtes Eis beim Bauern neben dem Campingplatz gegönnt. So macht Wandern Spaß!



Abends haben wir das lange Campingwochenende mit leckerem Essen, gegrillten Marshmallows und kühlem Bier am Lagerfeuer ausklingen lassen und dabei schon Pläne für den nächsten Campingkurztrip geschmiedet. Im Herbst geht es nach Belgien. Und dazwischen liegt der lange Sommerurlaub...

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