Montag, 9. Mai 2016

Upcycling – Shirts mit süßen DIY Applikationen

Zu kurze Ärmel, Bauchblitzer über dem Hosenbund und der Rest sitzt wie eine Pelle so ungefähr sahen meine Mädels in den meisten ihrer Shirts aus und es musste dringend Abhilfe her. Dass Kinder auch immer so schnell wachsen müssen... Ich liebe ja diese wunderschönen bunten Shirts von Boden mit den tollen Applikationen. Kennt ihr die? Hach, sooo schön! Damit kann man aber natürlich nicht den Kleiderschrank auffüllen, denn sonst wäre die Kasse leer ;-) Also habe ich mich selbst an Applikationen versucht. Wie es geht und was herausgekommen ist, zeige ich euch hier. (Und nicht dass ihr euch wundert, warum die Shirts lange Ärmel haben, wo doch gerade der Sommer kommt: Die Applikationen habe ich schon im Dezember drauf genäht und dann vergessen die Shirts zu posten.)

Shirts mit Motiven

Die Mädels hatten ganz genaue Wünsche und ich einen klaren Arbeitsauftrag: Die eine wollte Schmetterlinge und ein Einhorn, die andere ein Herz. Das Bambi für Tochter Nummer zwei habe ich dann ungefragt dazugemacht. (Und am Ende hat es ihr nicht gefallen. Ist das zu fassen? Die kleinen Menschen haben eben doch schon sehr konkrete Vorstellungen davon was wie zu sein hat - oder eben nicht. Zum Glück trägt die andere Tochter es jetzt ab und zu. :-)) 


Was braucht man für die Applikationen? Nicht viel: Vliesofix, Stoffreste, eine Nähmaschine und natürlich Vorlagen für die Motive. Die Vorlagen für das Herz und die Schmetterlinge habe ich selbst gezeichnet und für die anderen beiden Formen habe ich ein bisschen nach Malvorlagen oder Silhouetten gegoogelt.


Wenn alle Vorlagen die richtige Größe haben oder auf die richtige Größe kopiert wurden, muss das Motiv auf die Papierseite des Vliesofix übertragen werden.  Bei Motiven mit mehreren Ebenen wie meinen Schmetterlingen müssen die einzelnen Ebenen natürlich nebeneinander übertragen werden, damit sie einzeln ausgeschnitten werden können. Alle Formen zunächst grob ausschneiden, also noch etwas Papier um die Linien herum stehen lassen. 
 

Dann kommen die vielen bunten Stoffreste zum Zuge :-) Alle grob ausgeschnittenen Formen werden jetzt auf die Rückseiten der Stoffe gebügelt. Danach dürfen die Formen fein säuberlich entlang der Linie aus den Stoffen ausgeschnitten und das Papier abgezogen werden. Jetzt ist alles bereit zum Bestücken der Shirts.


Dieser Teil macht doch am meisten Spaß! Das Shirt schön glatt gebügelt (Ja, in diesem Fall habe auch ich tatsächlich mal ein Jersey-Shirt gebügelt!!) aufs Bügelbrett legen und die Formen darauf platzieren. Ebene für Ebene nacheinander festbügeln und dabei immer ein Geschirrtuch oder ähnliches zwischen Bügeleisen und Applikation legen.


Jetzt sind die süßen Applikationen eigentlich schon fest auf dem Shirt. Damit sie aber auch viele Waschgänge unbeschadet überstehen, müssen die Applikationen sicherheitshalber ringsum festgenäht werden. Da sie auf dem Stoff nicht mehr verrutschen können, ist das zum Glück recht einfach. Und schon sind ganz individuelle Shirts mit bunten Applikationen fertig!


Wie ihr in den Fotos sehen könnt, habe ich unterschiedliche Stiche benutzt, um die Motive ringsum festzunähen. Am schönsten finde ich immer einen engen Zickzack-Stich um die Kanten herum, so wie bei den Schmetterlingen oder dem Herz.


Bei den komplizierteren Formen, wie dem Einhorn oder dem Rehkitz, habe ich einen kurzen, ganz normalen geraden Stich eng entlang der Kante gewählt. Der gibt der Applikation auch zusätzlichen Halt aber ist viel schneller genäht. :-) Bei den inneren Schmetterlingsflügeln und dem inneren Herz habe ich es auch so gemacht. 


Mein Fazit: Mit relativ wenig Aufwand kann man mit Applikationen aus langweiligen Basic-Kleidungsstücken hübsche Unikate mit Motiv machen. Wenn man erstmal die Vorlagen für die Applikation hat, die auf das Shirt soll, dann geht es danach recht schnell. Auch Kleider, Röcke oder Kissenhüllen können mit Applikationen zu ganz neuen Teilen werden.


Tja, und jetzt ist es schon sommerlich warm draußen und die kurzärmeligen T-Shirts sind auch alle am Bauch zu kurz geworden. Also: Kurzärmlige T-Shirts kaufen und auf in die nächste Applikationsrunde :-) Ich nehme mir sowieso jedesmal vor viel öfter Dinge mit Applikationen aufzupeppen. Mache ich viel zu selten. Dabei geht's ja eigentlich ziemlich schnell...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen